Vorgaben je Zugang

Der häufigste Grund für „das WLAN geht nicht" ist eine Zahl.

Wenn Gäste sich ständig neu anmelden müssen, liegt das selten am Netz. Meistens ist die Zugangsdauer kürzer gesetzt, als der Aufenthalt dauert.

ZeitDatenvolumenBandbreite

Was es kostet

Jede Wiederanmeldung landet am Empfang.

Ein Gast, der nach dem Mittagessen wieder online will und erneut durch die Anmeldung muss, hält das nicht für eine Einstellung. Er hält es für ein kaputtes WLAN. Anbieter und Branchenbeiträge nennen dafür immer dieselbe Kette: Nachfragen am Empfang, gebundenes Personal, Erwähnung in Bewertungen. Manche Betriebe schalten das Gästeportal am Ende ganz ab.

In den Foren rund um UniFi ist die Frage nach der Gültigkeitsdauer eine der am häufigsten wiederkehrenden überhaupt. Das ist kein Zufall: Die Vorgabe steht an einer anderen Stelle als das Portal, und sie wird oft nie angefasst.

Die Regel

Die Dauer folgt dem Aufenthalt, nicht dem Gefühl.

Es gibt keinen allgemein richtigen Wert. Es gibt nur den, der zu dem Ort passt. Bei Immernetz ist die Zugangsdauer eine Vorgabe je Standort, zusammen mit Datenvolumen und Bandbreite.

Ein Besuch

Café, Restaurant, Wartebereich. Der Gast bleibt Minuten bis Stunden. Eine Dauer, die den Besuch überdauert, reicht; danach soll der Zugang enden statt unbegrenzt weiterzulaufen.

Eine Übernachtung

Hotel, Pension. Der Zugang hat einen Anfang und ein Ende, die beide feststehen. Er sollte die Nacht überstehen, in der niemand am Empfang sitzt.

Ein Aufenthalt über Tage

Campingplatz, Ferienunterkunft. Hier ist eine Dauer in Stunden fast immer falsch. Wer eine Woche bleibt, will sich nicht siebenmal anmelden.

Der wiederkehrende Tag

Coworking, Bibliothek. Zwischen den Besuchen liegen Nächte. Ob der Zugang jeden Tag neu beginnt oder durchläuft, ist eine bewusste Entscheidung.

Nicht zu verwechseln

Das Netz abschalten ist etwas anderes, als den Zugang enden zu lassen.

Die UniFi Network Application kennt für ein Funknetz einen Zeitplan. Damit lässt sich eine SSID zu festen Zeiten abschalten, etwa das Gästenetz außerhalb der Öffnungszeiten. Das ist eine Einstellung am Netz und hat mit der Zugangsdauer nichts zu tun.

Der Unterschied ist für den Gast deutlich. Läuft eine Zugangsdauer ab, bleibt das Netz sichtbar, und er landet wieder in der Anmeldung. Wird das Netz abgeschaltet, ist es weg: Das Gerät sieht nichts und weicht, wenn es kann, auf Mobilfunk aus.

Eine erteilte Freigabe übersteht das Abschalten. Sie liegt in der Netzwerkanwendung und am Access Point und läuft nach der Zeit ab, die ihr mitgegeben wurde, nicht danach, ob das Netz gerade sendet. Ein Gast mit einem Zugang über Nacht ist am nächsten Morgen weiterhin freigeschaltet, sobald das Netz wieder da ist.

Wer beides einsetzt, sollte es aufeinander abstimmen. Eine Zugangsdauer, die durch die Nacht reicht, und ein Netz, das um zehn verschwindet, ergeben zusammen einen Gast, der am Abend aus dem Netz fällt und dafür keine Erklärung hat.

Wo eine Freigabe liegt und wie lange

Die Grenze

Was eine längere Dauer löst und was nicht.

Innerhalb eines kurzen Aufenthalts hilft sie zuverlässig. Die zufällige MAC-Adresse, die aktuelle Mobilbetriebssysteme vergeben, gilt je Netzwerk, das Gerät behält sie also, solange es im selben WLAN bleibt.

Ab etwa zwei Wochen gilt das nicht mehr. Apple stellt die private Adresse bei Netzen mit schwacher oder ohne Sicherung standardmäßig auf Rotieren, und dann wechselt sie alle zwei Wochen. Bei WPA2 oder stärker steht sie standardmäßig fest. Gästenetze mit Portal laufen üblicherweise offen, damit die Umleitung greift. Für Aufenthalte über zwei Wochen heißt das: Eine längere Dauer allein hält den Zugang nicht, das Gerät meldet sich irgendwann als neues an.

Über Aufenthalte hinweg ist das anders. Kommt derselbe Gast Monate später wieder, kann sein Gerät mit einer anderen Adresse erscheinen und ist für das Netz ein neues. Dagegen hilft keine Dauer. Wer mit Wiedererkennung plant, prüft das vorher mit den Geräten, die tatsächlich vorkommen.

Warum das Gerät von gestern heute ein anderes ist

Weiter

Dauer ist eine von drei Vorgaben.

Datenvolumen und Bandbreite stehen daneben und gehören zur selben Entscheidung. Was die Autorisierung dem Netz mitgibt, steht im Wissensteil.

Was eine Autorisierung mitgibt

Die drei Zugangswege

Projektanfragen an hi@immernetz.de. Was hineingehört, steht auf der Kontaktseite.