Wissen

Die Begriffe, die in jeder Anleitung vorausgesetzt werden.

Kurz erklärt und untereinander verknüpft, für alle, die ein Gästeportal verantworten, ohne es täglich zu konfigurieren.

Grundbegriffe

Was wo sitzt.

  • Access Point

    Das Gerät, das das WLAN aussendet. Es ist weder der Router noch der Controller: Der Router führt ins Internet, der Controller verwaltet die Einstellungen, und der Access Point hängt sie in die Luft. In einem Haus stehen meist mehrere, und sie tragen dieselben Einstellungen.

  • Captive Portal

    Die Seite, die erscheint, bevor ein Gerät ins Internet darf. Sie hält den Verkehr zurück, bis der Gast den vorgesehenen Schritt gemacht hat, zugestimmt, ein Passwort eingegeben oder einen Code eingelöst.

  • Externer Portal-Server

    Ein Betriebsmodus, den UniFi vorsieht: Die Portalseite kommt nicht aus der Netzwerkanwendung, sondern von einer Adresse außerhalb, die dort hinterlegt wird. Das Netz leitet Gäste dorthin um und wartet auf die Freigabe.

    Der Unterschied ist nicht technischer Selbstzweck. Wer die Seite selbst ausliefert, bestimmt, wie sie aussieht, unter welchem Namen sie erreichbar ist und wie ihr Zertifikat aussieht. Immernetz arbeitet so.

  • Controller, auch Netzwerkanwendung

    Zwei Namen für dasselbe: die Software, die einUniFi-Netz verwaltet. Sie kennt die Access Points, hält die Einstellungen und nimmt die Freigaben entgegen. Sie läuft auf einer Konsole vor Ort oder auf einem Server. Auf dieser Website steht Netzwerkanwendung, wo es um die Software geht, und Controller dort, wo Administratoren es so nennen.

  • Zertifikat

    Der Ausweis, mit dem eine Seite belegt, dass sie zu ihrer Adresse gehört. Passt er nicht zur aufgerufenen Adresse oder ist er abgelaufen, zeigt der Browser eine Warnung, und der Gast sieht sie, bevor er irgendetwas anderes sieht. Deshalb hängt am Zertifikat mehr als an einer Formalie.

  • SSID

    Der Name des Funknetzes. Gästenetze mit Portal laufen üblicherweise offen, damit die Umleitung auf die Portalseite überhaupt greifen kann, die Absicherung übernimmt dann das Portal und die Netztrennung, nicht ein WLAN-Passwort.

  • Gastnetz-Typ

    In UniFi eine Eigenschaft des Netzes, nicht des Portals. Ein Netz dieses Typs sperrt für seine Geräte die privaten Adressbereiche, also den Weg in die übrigen Netze des Hauses. Das geschieht unabhängig davon, ob ein Portal davorsteht.

  • Isolation der Geräte untereinander

    Eine zweite, eigene Einstellung. Sie verhindert, dass zwei Geräte im selben Gästenetz einander sehen. Der Gastnetz-Typ allein leistet das nicht: Er trennt nach außen, nicht innerhalb. Wer beides will, setzt beides. Wo Ratgeber von einem getrennten Gäste-WLAN sprechen, meinen sie oft nur den ersten Punkt.

  • VLAN, auch Netzsegment

    Eine Trennung im selben Kabelnetz. Dieselben Leitungen und dieselben Geräte tragen mehrere getrennte Netze nebeneinander, und ein Gerät im einen kommt nicht ins andere. So entsteht ein Gästenetz, ohne dass zweite Kabel verlegt werden. Damit es wirkt, muss die Trennung überall dieselbe Kennung tragen: am Access Point, am Switch und am Router.

  • DS-Lite

    Eine Anschlussart ohne eigene öffentliche IPv4-Adresse. Der Anschluss teilt sich eine Adresse mit anderen Kunden über ein Gateway des Anbieters. Nach draußen merkt niemand etwas davon, von draußen kommt dafür nichts herein, und eine Portfreigabe im Router ändert daran nichts.

  • Site

    In UniFi die Einheit, die der Controller verwaltet: ein logisch getrenntes Netz mit eigenen Geräten, Einstellungen und Regeln. Ein Controller kann mehrere führen. Wo auf dieser Website von einem Standort die Rede ist, ist der Ort gemeint, wie er auf den Controller abgebildet wird, hängt vom Aufbau ab.

  • Walled Garden, auch Freigabeliste

    Die Liste dessen, was ein Gerät erreichen darf, bevor es angemeldet ist. Nach dem Verbinden steht es im Vorraum: Alles ist zu, außer den Türen auf dieser Liste. Eine davon muss offen sein, die zur Portalseite, sonst könnte der Gast die Seite gar nicht laden, auf der er sich anmelden soll.

    Hinein gehören die Portaladresse mit Name und IP, alles, was die Seite nachlädt, die Namensauflösung und die Zeitsynchronisierung. Fehlt davon etwas, lädt die Seite unvollständig, und der Fehler sieht aus wie ein kaputtes Netz.

    Nicht hinein gehören die Prüfadressen der Betriebssysteme. Sie sollen abgefangen werden, denn genau daran erkennt ein Gerät, dass ein Portal davorsteht. Wer sie freigibt, lässt sie nach draußen: Das Gerät bekommt die echte Erfolgsantwort, schließt daraus auf Internet und öffnet das Portal nie.

Ablauf und Walled Garden im Detail

Zugang und Freigabe

Wie ein Gerät ins Netz kommt.

  • Privates DNS und Privat-Relay

    Zwei verschiedene Einstellungen am Gerät des Gastes mit derselben Folge: Die Anmeldeseite erscheint nicht. Privates DNS heißt, dass das Gerät Namen über einen eigenen, verschlüsselten Weg auflöst und den Namensdienst des Netzes nicht fragt. Privat-Relay ist Apples Bezeichnung für einen Dienst, der den Verkehr über fremde Server leitet; er steht in den Einstellungen unter dem eigenen Namen und nicht bei den VPN-Einträgen. Ändern kann beides nur der Gast.

  • Autorisierung

    Der Moment, in dem das Portal dem Netzwerk mitteilt, dass ein Gerät durchgelassen werden darf, mitsamt Angaben zu Dauer, Datenvolumen und Bandbreite.

  • Voucher

    Ein einzeln vergebener Code statt eines gemeinsamen Passworts. Erlaubt es, Zugänge getrennt zu behandeln, ohne persönliche Daten zu erheben.

  • MAC-Adresse

    Die Kennung des Endgeräts, an der die Freigabe hängt. Aktuelle Mobilbetriebssysteme vergeben je Netzwerk eine zufällige, deshalb ist ein wiederkehrender Gast für das Netz oft ein neuer. Apple wechselt sie zusätzlich alle zwei Wochen, wenn das Netz schwach oder gar nicht gesichert ist, was auf offene Gästenetze zutrifft.

  • Passpoint und OpenRoaming

    Standards, mit denen sich Geräte anhand hinterlegter Zugangsdaten automatisch verbinden. Sie ersetzen das Portal nicht, sondern laufen daneben.

Was bei der Autorisierung übergeben wird

Wenn es klemmt

Begriffe aus der Fehlersuche.

  • DHCP

    Die Vergabe der Adressen im Gastnetz. Ist der Vorrat erschöpft, bekommt das nächste Gerät keine Adresse, und der Gast meldet ein kaputtes Portal.

  • DNS

    Die Namensauflösung. Ohne sie erreicht das Gerät die Portaladresse nicht, egal wie vollständig die Freigabeliste ist.

  • HSTS

    Eine im Browser gespeicherte Regel, eine Adresse nur verschlüsselt aufzurufen. Solche Aufrufe lassen sich nicht auf eine Portalseite umlenken, und die Warnung darüber lässt sich anders als sonst nicht wegklicken.

    Zertifikatswarnungen im Detail

Die Ursachen im Detail

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Von den Begriffen zur Entscheidung.

Wer die Begriffe kennt, steht vor der Frage, welcher Zugangsweg zum eigenen Ort passt.

Terms, Passwort oder Voucher

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